„sthira sukham asanam“ (Yoga Sutras Patanjali 2.46-48 über Asana)

„Durch die (asanam) Praxis mit Kraft (sthira) und Gelassenheit (sukham) entsteht Harmonie im physischen Körper!“

Anusara Yoga, Hatha oder Yin Yoga

unterschiedliche Ausrichtungen mit einem gemeinsamen Kern.

Hier möchte ich Ihnen eine Vorstellung davon geben, was Sie bei mir erwarten können, wenn Sie zu mir in die Yoga-Stunden kommen:

1. Anusara Yoga

Wesentliche Einflüsse habe ich durch meine 2-jährige Ausbildung in Anusara Yoga erhalten! Diesem aus dem amerikanischen stammenden Yoga-Stil verdanke ich das Verständnis dafür, wie großartig der richtige Einsatz der Muskulatur und der körperlichen und geistigen Ausrichtung ist. Anusara Yoga legt seinen Fokus auf die Verbindung von Körper – Seele und Geist, so dass Yoga zu einer ganzheitlichen Erfahrung wird.

Die Biomechanik des Körpers – („Universal Principles of Alignment™“)!

Anusara Yoga lehrte mich die Gesetze der anatomischen richtigen „Verwendung“ des Körpers, die sogenannten universellen Prinzipien der Ausrichtung. Dadurch wird mein Unterricht zu einer Feinarbeit mit dem eigenen Körper, ohne jedoch den Fluss und die Freude am Üben zu verlieren. Nicht „Richtig“ oder „Falsch“ stehen im Vordergrund, sondern das genaue Hineinspüren in den Körper, das Fließen mit dem Atem und die konzentrierte innere Wahrnehmung. Die Teilnehmer erfahren Ihr eigenes Leistungsvermögen wieder neu und gewinnen wieder Freude an ihrer Kraft und an ihrem Körper.

2. Somatics exercises nach Thomas Hanna und Atemintegration

Trotz meiner Begeisterung für Anusara Yoga habe ich mich entschieden, kein reines Anusara zu unterrichten. Viele Teilnehmer benötigen eine sanfte Vorbereitung auf die kommende Yogastunde. Wenn der Körper am Ende einer stressreichen Woche eingerostet ist, die Muskulatur verspannt und die Gelenke eng geworden sind, mache ich die besten Erfahrungen mit den sehr leichten „Wiedererweckungsübungen“ aus „Somatic exercises“ nach Thomas Hanna. Der Körper wird sanft angesprochen, Gelenke gut vorbereitet und Muskeln angeregt sich zu verlängern. Die Erfahrung zeigt, wie viel größer der Radius der gut vorbereiteten Muskeln und Gelenke bei den Teilnehmern ist.

3. Meditation und Achtsamkeit

Achtsamkeit ist das zentrale Thema jeder Meditationspraxis und steht im Zentrum meiner Yogaklassen. Wie können wir unser Leben in diese Achtsamkeitspraxis integrieren? Dies ist eine alte Frage, die wir im Hatha-Yoga immer wieder neu stellen.

So verstanden ist Yoga eine Alltagspraxis.  Sie lässt uns eine Form von „Alltag“ auf der Matte erfahren.  Diese „Alltagserfahrung“ lässt sich dann in den „anderen Alltag“  übertragen: Wie atme ich gerade? Wie stehe ich? Spüre ich den Boden unter meine Füßen? Kann ich meinen Rücken entspannt aufrichten, ohne mich irgendwohin zu zwingen? ….

4. Ying Yoga

Yin Yoga ist eine recht neue Bezeichnung für ein altes Yoga-Prinzip. Es ist das Prinzip des Loslassens, des sich Hingebens in einer Yogaposition, so wie es in einem der frühesten Yogatexten von „Patanjali“ in seinen Yoga-Sutras erwähnt wurde: „sthira sukham asanam“, was so viel bedeutet, wie „durch die (asanam) Praxis mit Kraft (sthira) und Gelassenheit (sukham) entsteht Harmonie im physischen Körper!“.

Ich freue mich, wenn ich auch Sie bald in meinen Yogastunden begrüßen darf.

Marie-Therese Hediger